Column | Photography

Me, Myself & I

30. Mai 2017

„Warum bist du so groß?“, „Du siehst so viel älter aus!“, „Du machst mega den arroganten Eindruck.“, „Immer versuchst du anders zu sein!“.

Diese und viele andere Sätze haben mich während meiner Jugend begleiten und geprägt, andere bekomme ich immer noch zu hören. Jedoch machen sie mir, im Gegensatz zu früher, nichts mehr aus.

In der Grundschule war ich immer schon die größte von allen und gefühlt in der 6.Klasse schon ausgewachsen. Meine Periode hatte ich auch für alle „viel zu früh!“
Aber hey! was soll ich machen, ich habs mir ja nicht selber ausgesucht wa?
Doch um diese Einstellung zu bekommen, hat es ordentlich viel Tränen und Kämpfe in mir drin gekostet.

Meine Mama sagt immer: „So viel Selbstbewusstsein wie Chiara mit 3 hatte, musste ich mir mit 20 hart erkämpfen!“ Ich muss sagen, am Anfang habe ich davon nicht so viel gemerkt aber heute ist es endlich angekommen. Also nicht heute im Sinne von heute Morgen sondern eher so seit 2,3 Jahren.
Früher war ich sehr unsicher und wie ich auf andere wirke und das alles. Ich habe immer versucht extremer zu sein als die anderen. Habe mir die Haare abgeschnitten, abrasiert, in alle möglichen Farbtöpfe getunkt und mir ein Piercing stechen lassen.

Ob ich etwas davon Bereue? Meine Antwort darauf lautet ganz klar: Nein!

Das alles hat mir  geholfen die Person zu werden die ich jetzt bin und an der ich weiter arbeiten möchte.

Es gibt Merkmale die zu mir und meiner Persönlichkeit gehören und auf die ich super stolz bin. Da wären zum einen meine bunten Haare. Jeden Morgen auf der Arbeit denkt irgendjemand ich habe meine Haarfarbe verändert. Ich finde den ausgewaschenen Look so schön und wandelbar. Dieser Look gehört zu mir und ich teile ihn sehr ungerne.

Außerdem liebe ich mein Septum! Mein erstes Piercing mit 14, nachdem ich 2 Jahre lang am Rockzipfel meiner Mutter hing und gebittet und gebettelt habe. Nun trage ich es seit 7 Jahren mit mir rum und es gehört zu meinem Gesicht und ohne fühle ich mich ganz nackt. Deswegen trage ich es auch ununterbrochen und immer den gleichen Schmuck. Ich glaube ich habe in der Zeit nur 3 mal meinen Schmuck gewechselt. 😀

Die Brille: ohne geht gar nicht! Meine Brille habe ich glaube ich in der 7.Klasse bekommen und Kontaktlinsen waren nie eine Option für mich. Mit der Brille hat mein Gesicht das besondere etwas gehabt. Hat es immer noch! Ich liebe meine Brille! Wollt ihr auch so eine? Dann schaut doch mal bei found eyewear vorbei, entweder im Onlineshop oder direkt im Shop in Berlin.

„Was einer an sich selbst hat, ist zu seinem Lebensglück das Wesentlichste.“

-Arthur Schopenhauer

 

Ich nutze damit auch die Gelegenheit, euch den ersten Teil meines Shootings mit Das Kartell zu zeigen. So wohl habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt und ich denke, dass diese Bilder mich sehr gut in diesem Moment eingefangen haben. Ich & meine Welt, alles ganz in rosa. hach..
Außerdem habe ich einen total inspirierenden Tag mit dem Photografen Paar verbracht, das mich glaube ich noch lange in Gedanken begleiten wird. Dann nutze ich natürlich auch den Moment danke zu sagen: DANKE

Ich sehe mich selbst als einen Rohdiamanten, der gerade angefangen hat zu lernen was Selbstliebe bedeutet und jeden Tag mehr Schliff bekommt.

Und jetzt genießt die Bilder!

 

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